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Tick tick - Üben mit Metronom

Es gibt nur wenige unumstößliche Weisheiten in der Musik. Dies ist eine solche: wer ernsthaft ein Musikinstrument erlernen möchte, der muss auch (regelmäßig) mit einem Metronom üben.

Ein Metronom ist ein technisches Gerät, dass das Tempo eines Stücks mit akustischen (zum Teil auch optischen) Signalen angibt. Es gibt Metronome traditionell mechanisch, elektronisch, als App oder online. Es gibt sie mit zahlreichen zusätzlichen Features, am wichtigsten ist aber immer noch ihre Grundfunktion: das konstante Angeben des Grundschlags eines Musikstücks - die "Beats per Minute", also die Schläge pro Minute.


Warum ein Metronom?

Ein stabiles Tempo ist die Grundlage allenMusizierens. Du musst (d)ein Tempo halten können - und wenn du das kannst, bist du auch bereit für (musikalisch begründete, bewusst gesteuerte) Abweichungen vom gleichmäßigen Tempo. Bis dahin ist es aber für die meisten Menschen ein mehr oder weniger langer Weg. Und auf dem ist das Metronom dein Begleiter.

Dabei kann es sein, dass du am Anfang Probleme hast, in einem langsamen Tempo genau auf die Klicks zu spielen - und du merkst daran, wie wichtig es ist, das zu üben. Denn wenn du mit anderen zusammenspielen möchtest, musst du natürlich im Takt sein.

Relativ gnadenlos legt dein Timing-Trainer offen, wenn du an einer Stelle Tempo verlierst und an anderer Stelle vielleicht zu schnell wirst. Er hilft dir auf dem Weg zum präzisen Spiel, das dir auch deine Zuhörerinnen und Zuhörer danken werden. Denn rhythmische Ungenauigkeiten spüren die Menschen meiner Erfahrung nach auch bei Stücken, die sie nicht kennen, deutlich eher als harmonische oder melodische Fehler.


Wie übe ich mit dem Metronom?

Zunächst einmal meist in einem (vermutlich) langsameren Tempo als du erwartest. Es ist immer gut, wenn man mit einer Passage langsam anfängt - eben in dem Tempo, in dem man den schwierigsten Teil dieser Passage gerade eben noch spielen kann. Davor solltest du den Notentext allerdings schon richtig beherrschen. Zu früh mit dem Metronom zu beginnen, hilft dir nicht weiter. Wenn du Töne übst, dann ist das Töneüben dran.

Wenn du die ganze Passage in einem langsamen Tempo spielen kannst, dann steigerst du das Tempo ein paar Mal hintereinander um einige Klicks - immer dann, wenn du die neue Tempostufe erklommen hast.

Zwischendurch - wenn du einen größeren Abschnitt des Stücks spielen kannst - nimmst du dich beim Spielen einfach mal auf - dieses Mal ohne Metronom. Und dann überprüfst du, ob du in der Aufnahme tempostabil geblieben bist. Du findest dein Tempo mit der Tap-Funktion auf dem Metronom. Drücke diese Taste einfach ein paar mal auf den Schwerpunkten des Taktes und das Metronom zeigt dir an, in welchem Tempo du gestartet bist. Danach startest du die Aufnahme erneut, dann das Metronom und kannst dich überprüfen.


Das Ziel des Übels mit dem Metronom ist ein gutes Timing und eine hohe Spielgenauigkeit.

Doch auch wenn du schon stabil im Tempo bist, kann dir das Metronom helfen:

  • indem du dir Übungsziele setzt, z.B.: ich möchte dieses ganz bestimmte Tempo erreichen

  • indem du es in deine technischen Übungen einbaust, z.B.

  • oder indem es dir bei wirklich rhythmisch komplexen Stücken als Orientierungshilfe dient (die meisten Metronome können z.B. die 1 eines Taktes akustisch besonders hervorheben oder rhythmische Unterteilungen darstellen).

Kurz und gut: wenn du mit Metronom übst, wirst du ein besserer Musiker.


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