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Richtig üben

Ohne Fleiß keinen Preis - oder anders: wer ein Instrument spielen (können) möchte, muss üben. Darf üben, könnte man auch sagen. Denn eigentlich ist ja das Üben schon ein Teil des Vergnügens. Man verbringt Zeit mit seinem Instrument und macht Musik.



Mach' Musik


Selbst wenn du "nur" Tonleiter oder Akkordfolgen übst, denke daran: es ist Musik, was du machst Es soll schön klingen. Versuche daher, auch schlichte technische Übungen mit musikalischen Zielen zu verbinden: spiele mal lauter und mal leiser, variiere deinen Anschlag, singe dazu.


Suche dir einen schönen Platz zum Üben


Die Ukulele ist ein ultra-transportables Instrument. Wenn ein Klavier einmal steht, dann steht es - irgendwo an einer Wand, in einem separaten Raum, in einer Ecke. Wer nicht in einer Villa wohnt, hat nicht viel Auswahl: das Klavier kommt dahin, wo Platz ist. Deine Ukulele kannst du an jeden Ort mitnehmen. Und überall kannst du üben. Suche dir daher Orte aus, dann denen es dir gut gefällt: dein Sofa, ein See, ein Wald. In einer schönen Umgebung übt es sich lieber. Und übe nicht immer am selben Ort - ein neues Plätzchen schafft Inspiration.



Halte deine Umgebung griffbereit


Weil die Ukulele so handlich ist, in jede Ecke und auf jeden Stuhl passt, sollte man sie (außer zum Transport) nicht in einen Koffer sperren. Neben dem Schreibtisch bei der Arbeit macht sich die Ukulele gut. Oder auf dem Fernsehsessel. Weil viele Menschen mehrere Ukulelen haben, kannst Du sie an strategisch sinnvollen Orten in deiner Wohnung verteilen. Und wenn Du viel im Stau stehst, kannst du eine vielleicht sogar ins Auto packen. Je leichter der Zugang zum Instrument ist, desto häufiger wirst du es in die Hand nehmen. Und je häufiger du es in der Hand hast, desto öfter wirst du üben. Und je öfter du übst, desto besser wirst du.


Auf die Häufigkeit kommt es an


Wie oft Du übst, ist einer der wichtigsten Faktoren für deinen Erfolg. Gerade auch zu Beginn sind es oftmals Bewegungsabläufe, die man lernen muss. Lieber regelmäßig - sprich: täglich - 10 Minuten als einmal am Sonntag 3 Stunden. Noch besser sind natürlich 20 Minuten täglich. Aber es soll ja auch realistisch sein. Um das hinzubekommen, ist es hilfreich, sich eine feste Zeit am Tag freizuhalten: jeden Morgen vor der Arbeit, jeden Tag nach dem Mittagessen, jeden Abend nach der "Tagesschau". Und in jedem Fall hilft es, wenn man sich sagt: wenn ich übe, dann übe ich für mich. Ich gehe meinem Hobby nach. Es soll mir Spaß machen.



Das Ziel ist das Ziel


Nun ist Spaß das eine, konzentriertes Üben ist das andere. Und auch wenn schon das Üben Spaß macht, geht es doch am Ende darum, auch etwas auf seinem Instrument zu können. So ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel, das man aber auf einem schönen Weg erreichen kann. Der muss auch nicht immer geradlinig sein. Und es muss auch nicht immer der kürzeste sein. Ein Ziel aber sollte man vor Augen haben. Das Ziel des Üben ist es, am Ende etwas Neues zu können. Daher ist es auch kein Üben, wenn du die immergleichen Stücke immer wieder spielst. Auch das ist wichtig. Auch das ist Spaß. Daddeln ist aber eben kein Üben. Es kommt zu den 10 Minuten am Tag hinzu.



Finde deinen Fokus


Das Üben hat also eine klare Zielvorgabe. Die muss aber nicht immer das Lernen von neuen Tönen bedeuten. Auch wenn du ein Stück schon spielen kannst, kannst du viel an ihm lernen. Du kannst es "schöner" spielen. Oder abwechslungsreicher. Oder gefühlvoller. Es ist sinnvoll, sich beim Üben nicht zu viele Aufgaben auf einmal zu stellen. Es ist aber sinnvoll, an einem Stücke nach und nach relativ viele Aufgaben zu bewältigen. Am Ende hast du ein differenziertes Ergebnis: du kannst dasselbe Stück auf ganz unterschiedliche Weise spielen.


Experimentiere mit dem Instrument


Gerade dieses Herumprobieren macht Spaß. Es ist wichtig, dass du dich mit deiner Ukulele beschäftigst. Dass du herausfindet, wie sie klingt, wenn du sie auf die eine oder andere Weise spielst. Schaue dir Videos im Internet an und versuche das zu übertragen, was dir dort gezeigt wird.




Nimm dich auf


Nimm hin und wieder auf, was du spielst. Einfach nur mit dem Smartphone. Es geht nicht um eine professionelle, möglichst klangschöne Aufnahme, sondern einfach darum, dass du dich einmal aus anderer Perspektive hörst. Das ist eine gute Kontrolle. Und wenn etwas richtig gut geworden ist, kannst du es deinen Freunden schicken.


Achte auf dein Tempo


Insbesondere kannst du bei diesen Aufnahmen überprüfen, ob Du im Tempo bist, Musik ist eine Frage des Timings. Und auch das Ukulelespiel lebt vom richtigen Groove. Temposchwankungen sind uncool. Und wenn man mit anderen zusammen musizieren möchte, stören sie doppelt. Die wenigsten Menschen bemerken leichte Temposchwankungen ohne externe Kontrolle. Daher solltest du (oft) mit einem Metronom üben. Es hilft dir dabei, richtig zu spielen. Es gibt sie als App, als separates Gerät oder auch integriert in einem Clip Tuner. Welches auch immer du nutzt - nutze es oft.



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